Schweinehund

Wie ich meinen inneren Schweinehund immer wieder überwinde?

Vor 10 Jahren: Ich hatte während meiner ersten Schwangerschaft ein entscheidendes Erlebnis, als ich am Boden saß, einen Stoff zuschneiden wollte und mich nicht mehr gut bewegen konnte, weil mein Bauch schon so dick war. Damals hab ich verstanden, dass ich mich gerne bewege, weil ich mich gerne bewege. Nicht um schmerzfrei zu sein, nicht um meine Figur zu verändern, sondern einfach nur, weil ich Lust an der Bewegung selbst habe, an der spontanen Regung (so völlig intrinsisch). Danach musste ich immer wieder mal längere oder kürzere Trainingspausen einlegen, aber dieses Bewusstsein konnte ich mir beibehalten. Es hat mir geholfen, immer wieder anzufangen.

Heute: Meistens trainiere ich zusätzlich zum Anleiten meiner Teilnehmer für mich selbst in regelmäßigen Abständen, so dass sich mein Körper immer wieder daran erinnern kann, wie gut sich Bewegung und einzelne Übungen anfühlen. Ist dann doch mal eine längere Pause entstanden, lege ich mich gerne einfach auf den Boden. Das ist gar nicht anstrengend und ich bekomme eine direkte Rückmeldung durch den harten Boden, dass ich getragen bin- total angenehm.

Wenn ich dann schonmal liege, führe ich gerne eine Übung aus, die mühelos und mobilisierend ist, etwa die Armkreise oder Beinkreise mit gebeugten Beinen. Ich schaukle auch gerne in Rückenlage mit angewinkelten Beinen hin und her und massiere meinen Rücken aus oder räkele mich etwas. Und spätestens dann ist meine Bewegungslust geweckt und ich merke, dass noch Energie im Körper schlummert, um noch kräftigende Übungen auszuführen.

Falls doch mal wirklich keine Energie vom Tag übrig sein sollte, war es trotzdem erholsam auf dem Boden und ich habe keine Zeit verloren.

Wie klappt es bei Dir?

Veröffentlicht von bleibezentriert

Jesusliebhaberin Pilatestrainerin (RTV, www.deinematte.com, www.do-pilates.de) Mutter und Ehefrau

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