Was Demut mit Länge zu tun hat

Hier in diesem schönen Trauzimmer durfte ich „Frühsport“ anbieten während einer Familienfreizeit über Silvester. Da es eine Familienfreizeit der Jesusfreaks Deutschland war, bot es sich an, die Trainingseinheiten mit dem Glauben zu verbinden.

Ich mag es sehr, dass ich mit meinem Körper glauben kann und der Glaube nicht nur im Verstand stattfinden muss.

Für den Frühsport hatte ich mir als Motto die Verse aus 1. Petrus 5, 6 und 7 ausgesucht: „So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, dass er euch erhöhe zu seiner Zeit. Indem ihr all eure Sorgen auf ihn werft. Denn er ist besorgt für euch.“

Der Schwerpunkt der ersten Trainingseinheit war es zum einen das Gewicht einer Hand tatsächlich zu spüren und dann Länge in der Wirbelsäule herzustellen gegen das Gewicht auf dem Kopf; in der Vorstellung kann dies die Hand Gottes sein.

Mich unter Gottes Hand zu demütigen ist für mich nichts Bedrückendes oder ein fieses Kleinmachen, sondern hat viel von Geborgenheit, Beschütztsein und einem Anschmiegen. Gleichzeitig entsteht im Körper ganz viel Streckung, das kannst du beim Lesen gleich selbst mal ausprobieren, wenn du dir eine Hand auf den Kopf legst und dich dagegen ausstreckst als wolltest du die Hand Richtung Decke schieben. Dabei entsteht ganz viel Länge im Körper, ganz viel Aufrichtung…

Zum anderen wollte ich meinen Teilnehmern zusätzlich ermöglichen, das Gefühl zu spüren, wenn es dem Körper leicht fällt, aufrecht zu sein. Also nicht zu viele Trainingsimpulse für morgens um 7.30 Uhr und nicht zu wenig, so dass sie angenehm wach und warm sind.

Eine mühelose Aufrichtung empfinde ich als das passende Körpergefühl von wahrer Demut: ich in meiner ganzen Größe- so wie Gott mich geschaffen hat. Dabei brauche ich meine Größe nicht unter den Scheffel stellen und muss mich nicht klein machen, damit ich nicht doch stolz werde. Denn selbst wenn ich ein Riese wäre, Gott wäre immer noch größer. Er hat kein Problem damit, dass ich talentiert, wichtig und wertvoll bin. Er selbst hat sich das Gute, was in mir steckt, ausgedacht. Allerdings streckt sich die Größe nach Gott aus. Denn dann bin ich einsortiert und erreiche sogar noch mehr Länge. Noch mehr Bandbreite und Vielfalt in mir. Und bin behütet.

Veröffentlicht von bleibezentriert

Jesusliebhaberin Pilatestrainerin (RTV, www.deinematte.com, www.do-pilates.de) Mutter und Ehefrau

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